
Zitat von
Mitleser
Nein, das hat er nicht gesagt. Du vermischst die Aussagen Paulus mit den Aussagen jenes "einen Propheten". Soll man denn deiner Meinung nach einen solchen (Un-)Menschen nicht zurechtweisen, der eine ganze Volksgruppe verallgemeinernd als "Lügner, faule Bäuche und wilde Tiere" bezeichnet? Ist es das, was du möchtest, dass solche unmenschlichen Rede "im Namen Gottes" (oder auch im Namen des Christentums) unter die Leute gebracht wird?
Ach Mitleser, ehrlich, so hat das doch keinen Sinn! Ich habe die Bibel zitiert und du meinst immer noch, dass Paulus das niemals gesagt hat? Natürlich hat er das gesagt! Ich zitiere nochmal:
In Titus 1, 10+11 sagt Paulus: Denn es gibt viele Aufsässige, hohle Schwätzer und Betrüger, besonders die aus der Beschneidung, denen man den Mund stopfen muss, die ganze Häuser umkehren, indem sie um schändlichen Gewinnes willen lehren, was sich nicht geziemt.
Hier bezeichnet Paulus Juden als Aufsässige, hohle Schwätzer und Betrüger, denen man dem Mund stopfen muss!
Und erst dann kommt die Aussage über die Kreter!
Es hat einer von ihnen, ihr eigener Prophet, gesagt: "Kreter sind immer Lügner, böse, wilde Tiere, faule Bäuche."
Diese Aussage hat unter dem Begriff "Paradoxon des Epimenides" einige Berühmtheit erlangt: http://de.wikipedia.org/wiki/Paradoxon_des_Epimenides
Und wie reagiert Paulus auf diese Aussage? (Vers 13)
Dieses Zeugnis ist wahr. Aus diesem Grund weise sie streng zurecht, damit sie im Glauben gesund seien
Willst du jetzt immer noch behaupten, dass das Paulus niemals gesagt habe?

Zitat von
Mitleser
Paulus hat doch in anständiger Form geschrieben, man solle solchen Leuten den Mund stopfen. Und er tat das nach meinem Dafürhalten zu recht, da es offenbar erwiesen war, dass einer unter den vielen Ungehorsamen, Schwätzern und Schwindlern solche Abscheulichkeiten von sich gab.
Sorry, aber du hast den Text wirklich gar nicht verstanden! Und deshalb lass ich es sein, mein Herz hängt nämlich nicht daran...!
LG
Provisorium
Geändert von Provisorium (25.06.2014 um 19:31 Uhr)
Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)
Lesezeichen