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Baum-Darstellung

  1. #11
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    Was könnte man am besten "tun" (bzw. "lassen") um die Realität und Wahrheiten Gottes so klar und Zweifellos wie möglich in "allem was ist" zu erkennen?
    Witzig, dazu hab' ich vorhin was in die Shoutbox geschrieben. Da empfiehlt Eckhart, dass man zuerst sich selbst lassen soll, heißt: seinen Eigenwillen und sein Begehren. Hat man das gelassen, hat man alles gelassen und alles was einem dann noch im Leben begegnet, oder was man auch besitzen mag, oder was einfach da ist, eben alle Lebensumstände sind dann frei vom eigenen Wollen und Begehren und damit völlig eingebunden in den (liebsten!!!) Willen Gottes! Fortan geschieht einem nur noch der Wille Gottes! Sei es Krankheit, Kummer, Angst, Sorge oder eben auch Freude, oder "alltäglicher Normalzustand": alles ist frei vom Ich und geborgen in Gottes Liebe.

    Also: Richte dein Augenmerk auf dich selbst, und wo du dich findest, da lass von dir ab; das ist das Allerbeste.

    So spricht jedenfalls der Meister! :-)

    Ich selbst könnte jetzt allerdings nicht von mir behaupten, dass ich völlig ohne Eigenwille und Begehren mein Dasein friste. Gleichwohl bin ich aber hunderprozentig davon überzeugt, dass Eckhart völlig Recht hat! Denn ich habe schon durchaus häufiger die Erfahrung machen dürfen, dass alles Leid meinem Eigenwillen und meinem Begehren entspringt und je freier, je selbstverständlicher und ohne Widerstand ich mich dem Moment hingebe, desto wohler wird mir. Da, im Moment, da ist Gott. Doch wir (ich darf wohl "wir" sagen...?), wir wollen nicht den Moment, wir wollen und wir müssen schnell weiter, zu irgendeinem Ziel, zu irgendeiner Verpflichtung hin und so verpassen wir den Moment....

    Ach lieber Bruder net.krel, das Provisorium hat da wohl keine abschließende Antwort für dich. Schließe die Augen, geh' in dich! Da findest du Gott! :-)
    Geändert von Provisorium (02.11.2016 um 22:24 Uhr) Grund: Zitat hinzugefügt
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)


 

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