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  1. #1
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    Standard

    Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
    Was ist "sein Wille geschehe"
    Das ist, wenn man nicht mehr selbst will, geistige Armut.

    Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
    Bzgl. "personales Sein verewigen".":
    Ja, für gewöhnlich wird doch im Christentum geglaubt, dass man nach seinem Tod als Person weiterlebt und nur halt in einem perfektionierten Leib, auf einer perfektionierten Erde. Insgesamt stellt man sich also vor, dass es sowas wie das Ich noch geben würde, dass man quasi noch die Persönlichkeit ist, die man auf Erden einmal war.

    Deshalb meinen ja manche, dass sie nach dem Tod verstorbene Angehörige wiedersehen werden und mit ihnen gemeinsam für alle Ewigkeit exitistieren.

    Ich jedoch glaube das nicht! Ich glaube das man in die Einheit zurückkehrt aus der man gekommen ist, also das man quasi nach Hause kommt, seines Ichsbewusstseins entkleidet wird und sich fortan nicht mehr getrennt von irgendetwas erlebt, sondern in der Einheit und tiefsten Verbundenheit quillt.

    Das "Ich" erlebt sich ja immer als getrennt von den Dingen, denn wenn ich ein "Ich" bin, dann bin ich eben ich und nicht du, oder irgendetwas anderes. Substantiell bin ich aber nicht ich und auch nicht du, substantiell bin ich Einheit, in der es keine Gegensätzlichkeit mehr gibt.

    Nur dort herrscht Friede und ist alles zur Ruhe gekommen, im seligen Genuss seiner selbst, das Einheit ist.

    Zitat Zitat von net.krel Beitrag anzeigen
    Ja... wir sind es zwar jetzt schon. Ja... wir (beide wahrscheinlich zumindest) stimmen dem zu. Aber mehr theoretisch denn "Gewahrseins-mäßig", richtig?

    Die theoretische Zustimmung daß wir in Gott und Gott in uns ist ist aberw nur die halbe Miete :-) Es bedarf, um "anzukommen", der wirlichen direkten Erkenntnis, des wirklichen "sich Gewahrseins" dessen. Der Bewustwerdung dessen.

    Und das ist, imho, das "ultimative Ziel" der Nachfolge Jesus auch, zu sagen, aus purem Gewahrsein, wie es Jesus tat: Ich und der Vater sind eins".
    Nicht theoretisch sondern weil man sich dessen absout Bewust ist.".":
    Gewahrsein und Bewusstsein sind sicher eine wichtige Sache, gerade auch weil sie hier auf Erden ein reicher Segen sind, Ruhe und Gelassenheit schenken, aber es bedarf ihrer nicht in dem Sinne, dass man einen bestimmten Bewusstseinszustand erreichen müsste, um mit Gott verbunden zu werden, sondern man ist immer und ausnahmslos mit ihm verbunden, denn nur wegen ihm sind wir und können wir sein.

    Wir sind nie wirklich von Gott getrennt und sicher kann man tatsächlich zu dem Bewusstsein gelangen das man eins mit Gott ist, wie es Jesus ja auch bewusst wurde, aber es ist nicht das Bewusstsein, dass uns mit Gott eins sein lässt, sondern es ist der EINE Gott, der Kreaturen geschaffen hat, die sich als getrennt von ihm erleben, obwohl sie es substantiell gar nicht sind.

    Und weil sie es substantiell nicht sind, sind sie es letztlich überhaupt nicht. Die kreatürliche und geschaffene Welt, die wir uns als Kosmos denken und die wir bestaunen, in der wir uns als "Ich" erleben und unsere Lebenszeit verbringen, existiert letztlich nur in unserer Vorstellung, weil Gott sie schafft und wir als Teil dieses Schaffensprozesses nicht erkennen können, wie sie von ihm geschaffen wird, wie sie aus dem göttlichen Urgrund, aus dem Einen hervorgeht.

    Diese Welt ist letztlich nicht aus Materie aufgebaut, wie es uns erscheint, sondern sie ist geistig beschaffen und besteht nur im Erkennen durch den Geist. Ohne erkennenden Geist, keine Welt. Das hat z.B. auch Immanuel Kant so gesehen, als er schrieb:

    Was die Dinge an sich sein mögen, weiß ich nicht und brauche es nicht zu wissen, weil mir doch niemals ein Ding anders als in der Erscheinung vorkommen kann

    Und wenn wir diese Welt der Erscheinung(en) hinter uns lassen, dann werden wir feststellen, dass wir niemals aus unserem ersten Grund heraus getreten sind, wir waren immer schon daheim. Alles ist gut!

    Jedoch wird der Mensch ernten was er sät, weshalb es durchaus möglich erscheint und auch gerecht, dass man nach dem Tod nicht lange in der Einheit verharren wird, weil man beständig Zwietracht säte, sich über andere erhob, oder niemals von seinem "Ich" gelassen hat und deshalb also wieder als "Ich" ausfließt, vielleicht in eine viel bessere Welt, vielleicht in eine schlechtere, das kann ich nicht wissen.

    Schlussendlich aber kann uns nichts von Gott trennen und am Ende geht auch nichts verloren und damit sage ich sogar etwas, was im Wortsinn die Bibel bestätigt. :-)

    So, bis dahin erstmal und bei Gelegenheit werde ich gerne noch auf den Rest Deines Posts reagieren!

    LG
    Provisorium
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  2. #2

    Standard

    Zitat Zitat von Provisorium Beitrag anzeigen
    Wir sind nie wirklich von Gott getrennt und sicher kann man tatsächlich zu dem Bewusstsein gelangen das man eins mit Gott ist, wie es Jesus ja auch bewusst wurde, aber es ist nicht das Bewusstsein, dass uns mit Gott eins sein lässt, sondern es ist der EINE Gott, der Kreaturen geschaffen hat, die sich als getrennt von ihm erleben, obwohl sie es substantiell gar nicht sind.

    Und weil sie es substantiell nicht sind, sind sie es letztlich überhaupt nicht. Die kreatürliche und geschaffene Welt, die wir uns als Kosmos denken und die wir bestaunen, in der wir uns als "Ich" erleben und unsere Lebenszeit verbringen, existiert letztlich nur in unserer Vorstellung, weil Gott sie schafft und wir als Teil dieses Schaffensprozesses nicht erkennen können, wie sie von ihm geschaffen wird, wie sie aus dem göttlichen Urgrund, aus dem Einen hervorgeht.

    Diese Welt ist letztlich nicht aus Materie aufgebaut, wie es uns erscheint, sondern sie ist geistig beschaffen und besteht nur im Erkennen durch den Geist. Ohne erkennenden Geist, keine Welt. Das hat z.B. auch Immanuel Kant so gesehen, als er schrieb:

    Was die Dinge an sich sein mögen, weiß ich nicht und brauche es nicht zu wissen, weil mir doch niemals ein Ding anders als in der Erscheinung vorkommen kann

    Und wenn wir diese Welt der Erscheinung(en) hinter uns lassen, dann werden wir feststellen, dass wir niemals aus unserem ersten Grund heraus getreten sind, wir waren immer schon daheim. Alles ist gut!
    Du hast gerade nahezu perfekt mein Weltbild... meine Weltanschauung... meine Auffassung was "Realtiät [auch materielle Realität]" ist beschrieben @Provisorium.
    WOW! Ich glaub das hätte ich nicht so gut in diesen wenigen Zeilen hinbekommen :-)

    Ich kann mich noch an die[se meine] Zeit erinnern (über 10 Jahre her) wo mich eben genau diese Frage(n) "quälten" und nicht mehr los liesen...

    Was ist die "Materie Welt"? was besteht diese im Urgrund? Was stellt sie überhaupt dar? Woher kommt "dieser Raum + Zeit + Energie + Materie + alle_Erscheinungen)?

    Die Antworten der klassischen Phyisik befriedigten mich nie wirklich... wenngleich ich die Phyisk immer aktzeptierte... nachewievor.

    Die Quantenphyisk dagegen hatte da (für mich) dann einige befriedigerende Antworten mehr parat...

    Und dann aber auch die Frage: wie ist "Ich und der Vater sind eins" zu verstehen?

    Was bedeutet das? Wie kann ich das verstehen? Erfassen? Begreifen? Was meinte Jesus damit?

    Was meinte Jesus mit "Das Reich Gottes ist inwendig in euch selbst"? Was bedeutet das?

    Aber die mit absoluten Abstand entscheidente Antwort war dann ... ich nenne sie seit dem "ein Geschenk"...
    ... sie war das "wirkliche Gewahrsein" dessen eben was Du oben so gut beschrieben hast.

    Oder ich könnte auch sagen: Die Antwort war: Das Bewusstsein zu haben im vollen Bewusstsein :-) dessen, was Du oben beschrieben hast...

    Es dauerte nicht lang... vieleicht 10 Sekunden oder so... ich kanns gar nicht genau sagen weil eben Zeit da kein so elementarer Faktor war...

    Danach viel ich in mein "weltliches Bewusstsein" wieder zurück... also in jenes in welchen wir die meisten Zeit "bewusst" verbringen.... sozusagen.

    Ich nenne diese "Antwort" deswegen "ein Geschenk" weil mir dann sofort klar war daß ich noch ein gutes Stück des Weges noch gehen muss um dieses Bewusstsein "dauerhaft" zu erlangen.

    Es war quasi eine Antwort die mir sagte: "Schau! Das ist die Antwort auf Deine Fragen" ... "Das also bist Du! In Einheit mit allem. Alles in Dir und Du in Allem."

    In diesen Zustand kann einem "die Welt" in dewr Tat nichts mehr anhaben. Der Tod existiert nicht. Wo ist sein "Stachel"? Und es gibt keinen Grund an irgendwas materiellen Verhaftet zu sein.

    Ja... das ist, zumindest in meinen Augen, dann also die Antwort gewesen was "Ich und der Vater sind eins" und "Das Reich Gottes ist inwendig in Euch selbst" bedeutet.

    Die Antwort auf die Frage "Was ist Materie"? Wo ist der Ursprung dieser unserer Welt.

    Es ist alles reines Bewusstsein.

    Und wir sind Teil dieses Bewusstseins. Wir sind es zugleich.

    Raum und Zeit und alle Materie existieren "nur" in diesem. Und nicht, wie es "mit weltlichen Bewustsein" scheint, außerhalb unseres Bewusstseins.

    Zitat Zitat von Provisorium Beitrag anzeigen
    Schlussendlich aber kann uns nichts von Gott trennen und am Ende geht auch nichts verloren
    Substantiell (wie Du es treffend nennst) nicht. Richtig. Seh ich auch so.

    Aber die Illusion daß wir getrennt seien von Gott erachte ich in Gewisser Weise als Trennung an. Wenngleich sie eine Illusion ist.

    Deswegen denke ich auch, daß das höchste Ziel, der Nachfolge Jesus, eben genau das ist, diese Illusion zu erkennen.
    Nicht nur Theoretisch, sondern die "Trennung von Gott" wirklich als solche, als Illusion, zu erkennen.

    So daß man aus Erkenntnis und bewussten Gewahrsein wirklich sagen kann: "Ich und der Vater sind eins". Gott[es Reich] ist innwendig in mir... in uns selbst.

    Daß man aus Erkenntnis und bewussten Gewahrsein wirklich sagen kann: Ich - mein "substantielles Sein" - bin/stamme nicht aus "dieser [materiellen] Welt".

    Wie lang eine Seele in dieser Illusion von der Getrenntheit Gottes verharren mag... ich glaube zB nicht daß es automatisch bzw. zwangsläufig mit dem "körperlichen Tod" getan ist diese Illusion als solche zu erkennen.

    lg Net.Krel :-)
    Geändert von net.krel (16.06.2014 um 03:36 Uhr)


 

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