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Hybrid-Darstellung

  1. #1

    Standard

    vielen Dank für eure Gedanken.
    Es geht mir gar nicht so sehr darum, eine etwa "allgemeingültige" Antwort zu finden. Wie sollte das denn gehen, wenn allein jeder Mensch schon von sich aus für sich unterschiedlich empfindet, was nun Hilfe oder Last sei.
    Ich bin über ein Büchlein gestolpert, gebe zu habe es aus Zeitmangel noch nicht zu Ende gelesen, in dem es um dieses Thema oder sehr artverwandt geht.
    (Thomas Holtbernd, "macht glauben glücklich")

    Auch die Studie von Provisorium fand ich interessant. Wobei ich mich eben beim Lesen fragte, ob nicht eher die mehr oder weniger strengen Regeln einer Religion auch ihren Teil dazu beitragen, dass Mensch sich sicher aufgehoben füllt, sicherer als ohne Religion?

    Ich habe beides schon mehrmals beobachtet- Menschen, die sich durch ihren Glauben durch Krisen und Schicksale hindurch getragen fühlten, dann freut es mich, selbst wenn ich vielleicht einen anderen Glaubensweg gehe.
    Doch auch leider (muss ich persönlich sagen) Menschen, die enormen Druck wohl selbst durch ihren Glauben und dessen Normen auf sich lasten spürten und unweigerlich beinahe am Ende diesen Druck an andere Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung weiter gaben.

    z b. das Thema Mission.
    NIcht jede Religion missioniert, nicht jeder Glaube hält den eigenen für den einzig richtigen.
    Aber wenn mir Menschen begegnen, die solchen Religionen oder Glaubensrichtungen angehören, dann versprüht das Ganze auf mich meist einen unangenehmen Druck. Es sind mir gar Menschen begegnet, die jeden Anlass für einen Besuch oder eine Hilfeleistung oder ein Gespräch einzig deshalb nutzen, weil es gut zum missionieren sich anböte. Ist das noch wirklich gesunder Glaube? Ich jedenfalls wäre enttäuscht, wenn Freunde nur zu mir kämen, weil ich überspitzt gesagt, gutes Missionobjekt wäre.
    Vielleicht geht das nur mir so?

    anderes Beispiel:
    wenn ihr einen Freund im Sterben begleitet- würdet ihr seinen Glauben, der ihm Kraft und Leichtigkeit auch in dieser Situation gibt, in Frage stellen, weil es euch wie eine Last des Glaubens erscheint, wenn ein Mensch in euren Augen anders glaubt oder eher stehen lassen können, dass der Glaube, den er hat, ihm Hilfe ist...

    Ja, je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr fällt mir auf, dass die last des Glaubens meist in solchen Situationen sichtbar wird, wenn Menschen mit aller Macht dafür kämpfen, ringen, dass nur ein Glaube richtig wäre, wohingegen ich umgekehrt Menschen in schweren persönlichen Situationen oft begegnet bin, die ihre ganze Kraft, ihre völlige Hoffnung aus dem zogen, was sie glaubten und lebten.

    Ich kann mir nicht vorstellen, in einem Glauben/Religion glücklich oder sinnerfüllt zu sein, der eine lastvolle Einbahnstraße ist, aber ich lebe sehr gern mit und unter Menschen, die frei glauben und leben was sie glauben .

    Vielleicht ist da was wahres dran- "der Genuss Gottes macht glücklich"?

    firefly



    Geändert von firefly (08.08.2015 um 10:08 Uhr)

  2. #2

    Standard

    Zitat Zitat von firefly Beitrag anzeigen

    Ja, je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr fällt mir auf, dass die last des Glaubens meist in solchen Situationen sichtbar wird, wenn Menschen mit aller Macht dafür kämpfen, ringen, dass nur ein Glaube richtig wäre, wohingegen ich umgekehrt Menschen in schweren persönlichen Situationen oft begegnet bin, die ihre ganze Kraft, ihre völlige Hoffnung aus dem zogen, was sie glaubten und lebten.

    Ich kann mir nicht vorstellen, in einem Glauben/Religion glücklich oder sinnerfüllt zu sein, der eine lastvolle Einbahnstraße ist, aber ich lebe sehr gern mit und unter Menschen, die frei glauben und leben was sie glauben .
    Hallo Firefly
    Da hast du 2 Aspekte herausgegriffen, wo jemand Glaube als Last empfinden kann oder Hilfe und Kraft daraus erfährt.

    Ich würde das nicht so aufteilen wollen.
    Es gibt auch Christen, die in der Mission arbeiten, die ihre Tätigkeit überhaupt nicht als Last empfinden, im Gegenteil völlig darin aufgehen, das Wunderbare, was sie in ihrem Leben erfahren haben, an andere weiter zu geben.
    Und es gibt eben auch genauso Menschen, die schwere Zeiten ihren Glauben verlieren, weil sie die Leiderfahrung nicht damit vereinbaren können.

    Als ein Kriterium - ob der Glaube Erfüllung im Leben bringt oder zusätzlich beschwert - würde ich sagen, ist die Frage, in wiefern sich der Glaubende dadurch 'fremdbestimmt' fühlt oder 'selbstverwirklicht'- dh das Leben lebt, wie in Übereinstimmung mit seiner Bestimmung ist und somit sinnerfüllt.

    Wenn er Gott als einen fordenden Gott sieht, der bestimmte Leistungen verlangt und ein Verhalten, zu dem man sich durchringen muss und auf das verzichten, was das Leben schön macht - dann kann das eigentlich nur von einem Masochisten als Erfüllung erlebt werden.
    Wenn man in Gott den Schöpfer sieht, der unserem Leben eine Bestimmung gegeben hat und der den Menschen so 'angelegt' hat, dass er in der Erfüllung dieser Bestimmung das höchste Glück und die grösste Zufriedenheit erlangen kann, die im Leben möglich ist und der das erlebt, weil er sich im Glauben darauf einlässt und Erfahrungen damit macht - für den wird alles andere in gewisser Weise 'entwertet', es bedeutet ihm kaum noch etwas im Hinblick auf sein glücklich sein.
    Auf der anderen Seite kann er auch mit diesen Dingen des Lebens dann ganz anders - frei - um gehen, weil sie ihm nicht das Glück bringen müssen ( denn das hat er ja schon gefunden).

    Nur mal so als Gedanke dazu. ;-);


 

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