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Hybrid-Darstellung

  1. #1

    Standard

    Und warum, so frage ich mich immer wieder, wird nicht das Vorfeld und das Nachfeld, d.h. der Zusammenhang in dem diese soooo wichtigen Verse stehen, mit einbezogen ?

    3 Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser.
    Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen!

    4 Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich!
    Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut.
    Das beste neuere Beispiel für eine totale Fehlinterpretation von Römer 13 passierte im Dritten Reich.
    Sogar die offiziellen Kirchen mit ihren indoktrinierten Theologen rechtfertigten vor ihren Gläubigen damals die Unterordnung unter den "Führer" mit den ersten 2 Versen von Röm. 13.

    Jedoch in den 2 folgenden wird der Charakter einer göttlich anerkannten Regierung klar definiert.

    Und genau das passierte: Die Regime tat Schlechtes und die Menschen mussten sich fürchten, wenn sie Gutes taten, z.B. Juden versteckten, um sie vor dem Abtransport in die Todeslager zu bewahren.

    In vielen Fällen erklärt sich die Bibel selber.

    Und die Gleichnisse, die haben einen speziellen Charakter in ihrer Bildsprache.
    Da wissen auch die Kirchen in vielen Fällen nicht um eine geistliche Auslegung.

    Jesus betont jedoch eindrücklich, dass die Menschen, (und damit sind wir alle gemeint) mit seinem Geist, den er an seiner Stelle zur Erde schickte, Kontakt machen sollen und ihn darum bitten sollten, damit er bei uns einzieht und eine bleibende Wohnung findet.
    Denn wer will schon bei jemand einziehen, wenn man weiss, dass man überhaupt nicht willkommen ist?

    Er wird in alle Wahrheit führen. Wahrheit und Erkenntnis stellen sich vor in der Bibel. Ihren Ausdruck finden können sie in und durch Menschen, welche von diesem Geist beseelt sind. Die Bibel ist kein Handbuch im Sinn eines Gesetzes. Sonst bräuchte es kein Neues Testament.
    Der Heilige Geist wirkt auf der Ebene der Offenbarung und nicht gemäss den Forderungen des nimmersatten kritischen Weltgeistes.

    Uwe
    Geändert von Uwe (08.06.2014 um 23:31 Uhr)

  2. #2

    Standard

    Zitat Zitat von Uwe Beitrag anzeigen
    Und warum, so frage ich mich immer wieder, wird nicht das Vorfeld und das Nachfeld, d.h. der Zusammenhang in dem diese soooo wichtigen Verse stehen, mit einbezogen ?
    Ja, warum! Uwe, das frag ich mich auch des öftern. Aber Hand auf's Herz: Ich hatte zu Beginn meines Bibel- Lesens auch das Gefühl, dass die Bibel ein unzusammenhängendes, wirres Konglomerat von willkürlich zusammengeworfenen Texten sei. Nee, das hat sich als ein ganz gewaltiger Irrtum herausgestellt. Ach wie bin ich glücklich, einen Zugang gefunden zu haben! *freu*
    Geändert von Mitleser (08.06.2014 um 23:43 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler

  3. #3

    Standard

    Zitat Zitat von Uwe Beitrag anzeigen

    Jesus betont jedoch eindrücklich, dass die Menschen, (und damit sind wir alle gemeint) mit seinem Geist, den er an seiner Stelle zur Erde schickte, Kontakt machen sollen und ihn darum bitten sollten, damit er bei uns einzieht und eine bleibende Wohnung findet.
    Denn wer will schon bei jemand einziehen, wenn man weiss, dass man überhaupt nicht willkommen ist?

    Er wird in alle Wahrheit führen. Wahrheit und Erkenntnis stellen sich vor in der Bibel. Ihren Ausdruck finden können sie in und durch Menschen, welche von diesem Geist beseelt sind. Die Bibel ist kein Handbuch im Sinn eines Gesetzes. Sonst bräuchte es kein Neues Testament.
    Der Heilige Geist wirkt auf der Ebene der Offenbarung und nicht gemäss den Forderungen des nimmersatten kritischen Weltgeistes.

    Uwe
    Ich finde das Aufbauen von Fronten nicht hilfreich und sinnvoll. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schöpfer das so beabsichtigte. Heiliger Geist / Wahrheits- und Erkenntnisgeistgeist versus nimmersatten und kritischen Weltgeist. Mir ist das manchmal einfach zu einfach, zu schwarz-weiß und zu theoretisch.

    Es gibt viele, die sich in der absoluten Wahrheit empfinden und anderen damit zusetzen, aber wie. Wie weiß man, ob man mit / in der richtigen Wahrheit lebt? Wie ist das zu überprüfen?
    Geändert von anonym013 (09.06.2014 um 00:32 Uhr)

  4. #4

    Standard

    Hallo Pepe

    Zitat Zitat von Pepe Beitrag anzeigen
    Ich finde das Aufbauen von Fronten nicht hilfreich und sinnvoll. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schöpfer das so beabsichtigte. Heiliger Geist / Wahrheits- und Erkenntnisgeistgeist versus nimmersatten und kritischen Weltgeist. Mir ist das manchmal einfach zu einfach, zu schwarz-weiß und zu theoretisch.
    Das finde ich einen guten Anfang, wenn der Mensch einmal entschlossen ist, nicht (mehr) zu mauern und nicht Front zu machen. Die Bandbreite des menschlichen Lebens endet nicht da, wo das eigene Verstehen Grenzen hat. Zwischen den für uns erkennbaren Extremen gibt's immer unendlichfältige Abstufungen und Nuancen, und jede dieser feinen Unterschiede sind wiederum Tore - oder Ebenen in neue, andere Welten. Wir können niemals alles überblicken und ganzheitlich verstehen, wir können auch niemals alles in Worte fassen, aber wir können versuchen, einander teilhaben zu lassen an winzigen Ausschnitten unseres persönlichen Wesens. Dabei ist Gesagtes - auch Geschriebenes - niemals genau das, was der Nächste erfasst - und umgekehrt - , aber es kann eine bestimmte Schnittstelle entstehen im Austausch, eine Ebene des Sich-Findens und des Verstehens, darauf fruchtbare Begegnung stattfinden kann.

    Zitat Zitat von Pepe Beitrag anzeigen
    Es gibt viele, die sich in der absoluten Wahrheit empfinden und anderen damit zusetzen, aber wie. Wie weiß man, ob man mit / in der richtigen Wahrheit lebt? Wie ist das zu überprüfen?
    Jeder Mensch hat ein Gewissen, das laut und unangenehm schreit, wenn wir nicht wahr sind. Das Gewissen kann aber auch nur rudimentär vernommen werden, oder - wer sich übt in der Selbstbetrachtung - auch sehr nuanciert wahrgenommen werden. Es führt uns zur Wahrheit, wenn wir konsequent darauf achten, ganz wahr zu sein von der ersten Regung des Herzens an bis zur äusseren Handlung (Finger- und Zungenspitze). Was aber, wenn die erste Regung des Herzens, die der Mensch wahrnimmt, gegen das eigene oder gegen fremdes Leben gerichtet ist? Reflexion ist gefragt!

    Als Massstab für das Reflektieren gibt es die Bibel (für mich Gottes Wort), die uns mit den 10 Geboten das Liebesgebot als Grundwahrheit Gottes vor die Fleisch-Augen hält. Solange wir Herzensregungen spüren, die den Geboten widersprechen, müssen wir uns selber beschneiden, Hände und Füsse abschneiden und Augen ausreissen und verwerfen, was wir abgeschnitten haben, und dann letztlich - wenn wir den Zugang zum Herzen gefunden haben - auch noch die Vorhaut des Herzens beschneiden. So kommen wir dann unsern Trieben allmählich auf den Grund und erkennen im Lichte der Wahrheit unter der entfernten Vorhaut, dass jeder Trieb an seiner Wurzel heilig ist und voll des Segens.

    "Ein junger Fruchtbaum ist Josef, ein junger Fruchtbaum am Quell, ein junger Zweig an der Mauer. Man erbittert und reizt ihn, die Schützen stellen ihm nach. Sein Bogen sitzt sicher; gelenkig sind Arme und Hände. Das kommt vom Starken Jakobs, von dort kommt der Hirt, Israels Fels, vom Gott deines Vaters, er wird dir helfen. Gott der Allmächtige, er wird dich segnen mit Segen des Himmels von droben, mit Segen tief lagernder Urflut, mit Segen von Brust und Schoss. Deines Vaters Segen übertrifft den Segen der uralten Berge, den man von den ewigen Hügeln ersehnt." (1 Mo 49,22 - 26)

    Für mich persönlich ist es auch sehr wichtig zu unterscheiden zwischen absoluter Wahrheit und persönlicher Wahrheit. Die absolute Wahrheit ist Gottes Eigentum und für mich kleinen Menschen kann sie nie vollumfänglich erfasst werden; es gibt also immer Verborgenes, das ich (noch) nicht erkenne und darum auch nicht in mein Bewusstsein und Dasein einbeziehen kann. Die persönliche Wahrheit ist die Reinheit des Herzens, die dadurch erkennbar ist, dass man mit dem Herzen, dem Mund und den Händen auf einer Linie ist; der Wahrheit treu zu bleiben ist eine der Voraussetzungen, um häppchenweise zur Gotteserkenntnis bzw. Gottesgewissheit durch's innere Wort zu gelangen.

    Bitte nicht als Belehrung auffassen, sondern als ein Mit-dir-Teilen betrachten, das evtl. anregen kann, zu mehr innerer Klarheit zu gelangen. Vielleicht bin ich ungeschickt im Formulieren, und es kommt nichts Verständliches an bei dir. Ich akzeptiere das.

    Lg Mitleser
    Geändert von Mitleser (09.06.2014 um 10:13 Uhr) Grund: Wortergänzung

  5. #5

    Standard

    Hallo Mitleser,
    Zitat Zitat von Mitleser Beitrag anzeigen

    Das finde ich einen guten Anfang, wenn der Mensch einmal entschlossen ist, nicht (mehr) zu mauern und nicht Front zu machen. Die Bandbreite des menschlichen Lebens endet nicht da, wo das eigene Verstehen Grenzen hat. Zwischen den für uns erkennbaren Extremen gibt's immer unendlichfältige Abstufungen und Nuancen, und jede dieser feinen Unterschiede sind wiederum Tore - oder Ebenen in neue, andere Welten. Wir können niemals alles überblicken und ganzheitlich verstehen, wir können auch niemals alles in Worte fassen, aber wir können versuchen, einander teilhaben zu lassen an winzigen Ausschnitten unseres persönlichen Wesens. Dabei ist Gesagtes - auch Geschriebenes - niemals genau das, was der Nächste erfasst - und umgekehrt - , aber es kann eine bestimmte Schnittstelle entstehen im Austausch, eine Ebene des Sich-Findens und des Verstehens, darauf fruchtbare Begegnung stattfinden kann.
    Und das dann gegenseitig so sehen und handhaben, also nicht als Einbahnstraße... wie Sarandanon vorhin schrieb, dann kann man vorurteilsbewusst miteinander umgehen.

    Zitat Zitat von Mitleser Beitrag anzeigen
    Jeder Mensch hat ein Gewissen, das laut und unangenehm schreit, wenn wir nicht wahr sind. Das Gewissen kann aber auch nur rudimentär vernommen werden, oder - wer sich übt in der Selbstbetrachtung - auch sehr nuanciert wahrgenommen werden. Es führt uns zur Wahrheit, wenn wir konsequent darauf achten, ganz wahr zu sein von der ersten Regung des Herzens an bis zur äusseren Handlung (Finger- und Zungenspitze).
    "Gewissen" ist gelernt.


    Zitat Zitat von Mitleser Beitrag anzeigen
    Als Massstab für das Reflektieren gibt es die Bibel (für mich Gottes Wort), die uns mit den 10 Geboten das Liebesgebot als Grundwahrheit Gottes vor die Fleisch-Augen hält. Solange wir Herzensregungen spüren, die den Geboten widersprechen, müssen wir uns selber beschneiden, Hände und Füsse abschneiden und Augen ausreissen und verwerfen, was wir abgeschnitten haben, und dann letztlich - wenn wir den Zugang zum Herzen gefunden haben - auch noch die Vorhaut des Herzens beschneiden. So kommen wir dann unsern Trieben allmählich auf den Grund und erkennen im Lichte der Wahrheit unter der entfernten Vorhaut, dass jeder Trieb an seiner Wurzel heilig ist und voll des Segens.
    Das hört sich in meinen Ohren zu brutal an. Und zu kompliziert.

    Zitat Zitat von Mitleser Beitrag anzeigen
    Die persönliche Wahrheit ist die Reinheit des Herzens, die dadurch erkennbar ist, dass man mit dem Herzen, dem Mund und den Händen auf einer Linie ist; der Wahrheit treu zu bleiben ist eine der Voraussetzungen, um häppchenweise zur Gotteserkenntnis bzw. Gottesgewissheit durch's innere Wort zu gelangen.

    Bitte nicht als Belehrung auffassen, sondern als ein Mit-dir-Teilen betrachten, das evtl. anregen kann, zu mehr innerer Klarheit zu gelangen. Vielleicht bin ich ungeschickt im Formulieren, und es kommt nichts Verständliches an bei dir. Ich akzeptiere das.

    Lg Mitleser
    Danke für deine Ausführungen. Für den Einblick in dein Verständnis von Wahrheit.
    Einiges kann ich gut nachvollziehen, anderes erscheint mir in meinen Alltag viel einfacher und ganz selbstverständlich integriert ohne dass ich solche Worte und Bilder bräuchte.

  6. #6

    Standard

    Zitat Zitat von Uwe Beitrag anzeigen
    Das beste neuere Beispiel für eine totale Fehlinterpretation von Römer 13 passierte im Dritten Reich.
    Nein. Die haben das eigentlich schon richtig interpretiert. Die Interpreation war nicht falsch (= wir sind jetzt die Obrigkeit und da es ja nur von Gott eingesetzte Obrigkeiten gibt sind wir von Gott eingesetzt worden und wer uns widerspricht widerspricht somit Gott).

    Sondern die Aussage des (vermeintlichen) Paulus war falsch.

    Denn die "Hitler-Obrigkeit" wurde ja garantiert nicht von Gott eingesetzt. Oder siehst Du das anders? Also hat Paulus sich hier einfach geirrt daß jede Obrigkeit von Gott eingesetzt wird.

    So einfach ist das eigentlich... besser gesagt: So einfach Wäre es eigentlich... wenn da halt nicht dieser Bibelfundaemtnalismus wäre der einem seit JAhrhunderten einzutricdhtern versucht daß "die Bibel nicht irrt".

    Doch... Der Mensch Paulus (oder wer den Brief auch immer geschrieben hat... könnte genausogut vom Kaiser aus beauftragt gewesen sein um die Christen "gefügig" zu machen) irrte sich hier.

    Das wird umso ersichtlicher wenn man sich einfach nur mal kurz vorstellt irgendwer würde das gleiche heute behaupten, daß jede Regierung von Gott eingesetzt sei und wer sich deswegen der Regierung widersetze sich Gott widersetze.

    Was meinast wie das Geschrei (auch in der Christenheit) groß wäre... zu Recht natürlich.

    Aber steht so was in der Bibel nennt man es: "unfehlbares Wort Gottes".


    Und so kommen halt dann allerlei theologische Verrenkungen zustande um diesen eigentlich sonst sehr offensichtlichen Zacken irgendwie gerade zu bügeln... was oft in intellektueller-theologischer Lächerleichkeit ausartet... sehr oft...

    Bibeltreu wäre einfach zu sagen: "OK, so hats der gute Paulus halt damals anscheinend geschrieben... und genauso hat er sich halt auch geirrt".

    Bibel-Untreu aber ist das, was Paulus hier ehct sehr eindeutig schrieb, mit allen Künsten die man halt so auf LAger hat irgendwie zu entschärfen.

    Manche "Bibeltreue" haben sich deswegen das Konzept erdacht, daß die Bibel absichtlich solche Fehler enthalte um den "Gläubigen Christ" irgendwie "zu prüfen"... ob er sie - diese Irrtümer - (an)erkennt, oder ob er sie Bibel "vergewaltigt" in dem er sie auf biegen und brechen etwas aussagen läßt was sie aber nicht tut.

    Ich halte von diesem Konzept nicht viel. Weil es wieder über 8 Ecken doch noch dem Bibelfundamentalismus fröhnt. Sich noch nicht wirklich von ihm lösen kann.

    Einfach zu sagen: Hat sich geirrt der Paulus wäre doch einfachste. Bricht halt nur das bibelfundamewtnalistische Dogma ihrer Irrtumslosigkeit.

    Mir persönlich macht das ja nichts aus. Denn die Bibel ist ja in meinen Augen so oder so nicht nicht durchgehend irrtumslos.

    Nur diejenigen stören sich aber daran die diesem Dogma eben noch anhängen. Sieht man ihr im Thread ja ganz gut :-)
    Geändert von net.krel (09.06.2014 um 00:53 Uhr)


 

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