Hallo net.krel

So wie es scheint hast Du Dich gar keiner Religion "verschrieben"... betrachtest Dich nicht als "Angehöriger" einer jegwelchen.
ja so in etwa, aber das ist einfach im Laufe der Zeit so gewachsen, nicht, dass ich mich da hätte irgendwie für oder gegen etwas entscheiden hätte müssen.

Zudem kommt noch eine wichtige Sache hinzu, wo ich meine sie aus Deinen Beiträgen stehts heraus zu lesen: Dir liegt vor allem auch viel daran "die Wurzel" persönlich und selbst zu Erfahren...
was nützt alles Wissen und Verstehen eines Menschen, wenn es nicht zum praktischen Kern und Träger aller Lebensbereiche würde? So bin ich zwar wissbegierig und lernen ist für mich ein nicht endender Prozeß, doch nur dann auch zielführend, wenn es umsetzbar ist und das ist ein Leben an und in der Wurzel in unfassbar vielfältiger Form. Unersetzbar für mich, Wissen und Erfahrungen mit der Wurzel ab zu gleichen und zu spiegeln.

[QUOTE]Ich glaube zB nicht, daß Buddha die Existenz "der Wurzel" ablehnte oder erst gar nicht kannte... (wie ihm ja gern Nachgesagt wird)

Genauso, wie ich nicht glaube, daß Jesus Karma oder Reinkarnation "ablehnte" bzw. diese nicht kannte/lehrte (wie ihm ja in gleicher Weise gern Nachgesagt wird)/QUOTE]

Buddha entstammt unter anderem auch das Gesetz der Sankhara- Gesetz des Zusammengesetzten ( grob umschrieben nichts besteht als unabhängige Einheit oder aus sich selbst, sondern alles ist zusammengefügt)
"Sankhara" bildet sich aus den Silben San= zusammen und der Wurzel von kar= machen

"Alle Dinge dieser Welt sind Verbindungen oder Zusammenhäufungen" (Buddha)

Ich weiß, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, doch einen direkten Ausschluss einer "Wurzel" als Ursprung finde ich nicht, und selbst wenn, würde ich meine Wurzel nicht leugnen wollen oder können.

Reinkarnation, Kamma und die Lehren des Jesus- ich weiß nicht, warum da solch Diskussionen entstehen (eines der vielen Dinge, die ich unter Christen nicht verstehe), denn ich las solch ein Prinzip schon sehr gehäuft aus der Lehre der Christen/des Jesus klar und deutlich heraus. Aber es hat irgendwie einen anderen Stellenwert und verschwindet wohl in den Religionen dieser Ausrichtung sehr hinter der Kreuz- Erlösungs- Diskussion.

Ja, "Lebensplan" und "wie man sich an diesen Erinnert" ist ein wichtiges und imho auch zentrales Thema.
wie du sagst, man geht nicht auf Urlaubsreise, ohne zu planen, zu verstehen wohin, wie usw.

Wie man sich "erinnert"?

Ich habe dafür nirgends ein Generalrezept gefunden. Kann nur rückblickend sagen, es ist eine Mischung aus "Wissen" (das man sich als Informationsüberblick holt vielleicht), klares und für sich selbst ehrliches Finden ("Was glaube ich wirklich in mir") und praktisches spiegeln, reflektieren in der Wurzel (oder "Gott" oder was auch immer Basis des Glaubens bildet)

Ich denke, jeder Mensch trägt es in sich, denn wenn jeder Mensch eine Verbindung zum Ursprung in sich trägt, dann fließen auch Informationen über Lebensplan, Sinn und Gestaltung davon durch jede Seele. Aber das ist nur, was ich er- lebe, kein Patentrezept.

Religionen sind gute Hilfsmittel, das glaube ich sehr wohl, nur ist Vorsicht geboten, wann es gilt "praktisch zu werden" oder man eher in Dogmen verbleibt.

Auch kein "Zwangs-Plan" ...
Auch keine "Strafe für vergangene Sünden".
Es ist Spiegelbild unserer Seelen, wie wir auf Dinge, Wissen und Erlebtes reagieren. Erleben wir unseren Lebensweg/plan als Zwang oder gar Strafe, so werden wir nicht frei.
Schwierig wird es für mich, zu verstehen, wenn Religion Menschenseelen so sehr einengt, dass Erlebtes hinter alle "Regeln" und "wissen"zurück treten muss.

"Weil nicht sein kann, was nicht geschrieben steht..."
Ich bin kein Mensch, der Gefühlen oder Erlebtem Übergewicht gibt, aber ein gesundes Mittelmaß halte ich für nötig, um Glaube und Lebensplan wirklich zu entdecken.
Schließt man also von Anfang an aus, dass zb Glaube lebbar ist, sondern "Wissen" oder "Schriften" allein Richtungsgeber sind, dann wird es ebenso einseitig wie umgekehrt. Reflektiert man nicht oder spiegelt sich selbst in der "Wurzel", so verläuft man sich leicht in eigenen Gefühlen und Plänen.

Deshalb ist die Wurzel für mich ausrichtend, denn wir Menschen brauchen ein gesundes Maß aller Dinge, um weder in Zwang und Groll, Furcht oder Unvernunft zu fallen.

l firefly